Individuelles Hundetraining &
Menschencoaching
Verhaltensberatung
Raum Main-Kinzig-Kreis / Hanau (Hessen)

Hund-Mensch-Training

Wie wird gearbeitet? ​

„Wer heilt hat recht“ – besagt ein altes Sprichwort und darauf beruht auch meine Arbeit.

Meiner Erfahrung nach gibt es nicht DEN richtigen Weg in der Hundeerziehung bzw. im Hundetraining. Genauso unterschiedlich und individuell wie Hund-Mensch-Teams sind, genauso unterschiedlich muss und sollte so mancher Weg mit Hund und Mensch zum Ziel sein.

Mein Hauptaugenmerk liegt in der Kommunikation und dem gemeinsamen Miteinander zwischen Hund und Mensch mit so wenigen Hilfsmitteln wie möglich, so viel wie nötig. Dabei lege ich viel Wert auf: Fairness, Verständnis, Achtsamkeit, Klarheit, Teamwork. Wir schauen auf Emotionen, auf die innere Haltung, auf eine angepasste Energie, eine klare Körpersprache sowie die Stimmungsübertragung von Hund und Mensch. Der Alltag soll entspannt werden bzw. sein und deswegen ist unser „Hundeplatz“ der Alltag.

Ein Hund will verstanden werden, als Persönlichkeit, als Individuum und als wichtiges und wertvolles Mitglied in einer Gruppe. Aber nicht nur der Hund steht bei mir im Fokus, auch sein(e) Mensch(en) ist/sind elementar entscheidend, um aus mindestens zwei Persönlichkeiten ein Team werden zu lassen.

"Dogs do speak, but only to those who know how to listen." Orhan Pamuk

Hundeerziehung oder Hundetraining?

Ganz grob zusammengefasst ist Hundeerziehung alles, was im täglichen, sozialen Miteinander zwischen Hund und Mensch stattfindet. Es ist eine Kommunikation mit Rücksprache, Nachfrage und Reibungspunkten. Formen des Respekts, der Akzeptanz, der Verwaltung von Räumen und Ressourcen sind essenziell für ein gutes Miteinander.

Hundetraining dagegen bezeichnet die gezielte klassische bzw. operante/instrumentelle Konditionierung des Hundes und wird überspitzt gesagt auch als Dressur bezeichnet und entlohnt (z. B. mit Futter). Der Basisgehorsam wie Sitz, Platz, Fuß oder Rückruf gehört nicht in das natürliche Verhaltensrepetoire eines Hundes und muss somit von uns Menschen wie das Vokabellernen beibegracht, eingeübt, trainiert und abgefragt werden.

Beide Formen der Er-/ Beziehung bzw. des Hundetrainings sind gut und wichtig. Sie sollten aber in bestimmten Punkten unabhängig voneinander betrachtet werden. Es ist zwar schön, wenn ein Hund an der Straße absitzen kann (Dressur, schön aber nicht zwingend notwendig) – es bringt aber leider wenig, wenn dieser fünf Minuten später seinem Besitzer in die Hand beißt (soziales Miteinander).

Hund und Mensch brauchen im Zusammenleben eine gute Basiskommunikation. Ganz nüchtern betrachtet wäre Dressur/Hundetraining prinzipiell nicht notwenig für das Zusammenleben von Hund und Mensch – zumindest nicht, wenn wir einsam und weit abgeschottet von der Außenwelt leben würden. Hund und Mensch haben bereits alles, was sie für ein gemeinsames Miteinander brauchen: sich selbst, ihre Mimik und Gestik, ihre Körpersprache. Die Realität sieht aber oft anders aus, da wir in der Regel im Zentrum des Geschehens leben. Wir müssen auf unsere Mitmenschen achten und schauen, dass in der Gesellschaft mit Hund alles mehr oder weniger reibungslos abläuft. Es wird wichtig, dass ein Hund ohne zu zögern auf der Fußsohle umdreht, wenn der Besitzer ihn ruft, dass er etwas loslässt oder stoppt, um mögliche Gefahren rechtzeitig abzuwehren.

Pflicht wird Training, wenn es um Prüfungsvorbereitungen wie z. B. einen Wesenstest geht. Von Training reden wir zusätzlich, wenn mit dem Hund bereits nicht zielführend gearbeitet wurde und ernsthafte Probleme entstanden sind. Wir reden von Training, wenn wir ein Verhalten rückarbeiten, gegenkonditionieren und/oder desensibilisieren müssen. Wir reden von Training, wenn wir ein Alternativverhalten aufbauen müssen.

Problemhund?

Heutzutage wird fast jeder Hund als „Problemhund“ deklariert oder schlimmer noch: diagnostiziert. Nur weil Methode X nicht funktioniert hat und sich daraufhin ein entsprechendes (meist sehr logisches), eventuell problematisches Verhalten entwickelt hat.

Für mich gibt es keine Problemhunde. Es gibt Hunde mit problematischem Verhalten, das entweder in unserer Gesellschaft nicht als gesellschaftlich anerkannt wird oder aber, weil es ernsthafte Konflikte zwischen Hund/Hund oder Hund/Mensch gibt. Sowohl die Genetik, die Aufzucht/Prägung/Sozialisierung, die Lebenserfahrung des Hundes, das Handling des Menschen sowie das Umfeld von beiden Persönlichkeiten spielen dabei eine Rolle. Und nein, es ist nicht „immer das andere Ende der Leine“, das angeblich allein die „Schuld“ trägt.

Wir sollten also erstmal generell einordnen, was und wen wir vor uns haben. Sprechen wir also über problematisches Verhalten, das ernsthaft problematisch ist (und nicht nur als Synonym verwendet wird, weil der Hund an der Leine zieht) kommen wir schnell in das Thema Aggression.

Jedes aggressive Verhalten hat seinen Ursprung. Eine ganzheitliche Betrachtung des Hundes ist notwendig, um auf sein Verhalten schließen zu können. Aus diesem Grund schauen wir insbesondere auf die Emotionen, die körperliche Reaktion, das Verhalten des Hundes und erarbeiten einen Trainingsplan. Mein Augenmerk liegt auf der Problembehebung – nicht auf der Symptombekämpfung.

Wesenstest- und Sachkundevorbereitung

Die Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (HundeVO) in Hessen sieht vor, dass „gefährliche Hunde“ einen Wesenstest und (die Halter) eine Sachkundeprüfung ablegen müssen.

Zu den gefährlichen Hunden zählen in Hessen einerseits die „Listenhunde“ („Pitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier, American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Kangal (Karabash), Kaukasischer Owtscharka, Rottweiler“) sowie andererseits die Hunde, die „einen Menschen gebissen oder in Gefahr drohender Weise angesprungen haben, sofern dies nicht aus begründetem Anlass geschah, ein anderes Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder die einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben, durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert andere Tiere hetzen oder reißen oder aufgrund ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, dass sie Menschen oder Tiere ohne begründeten Anlass beißen.“ (Quelle: https://rp-darmstadt.hessen.de/sicherheit/hundeverordnung)

Mit einem Wesenstest soll überprüft werden, ob ein Hund ein „gesteigertes Aggressionsverhalten bzw. eine gestörte Kommunikation zeigt und damit eine erhöhte Gefährlichkeit gegenüber Menschen und/oder Hunden bzw. anderen Tieren aufweist“. Während in einer Sachkundeprüfung festgestellt werden soll, „ob die zu prüfende Person über Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, einen gefährlichen Hund so zu halten und zu führen, dass von diesem keine Gefahr für Menschen oder Tieren ausgeht“.

Ich habe die Erlaubnis Hund-Mensch-Teams auf die Wesenstests- und Sachkundeprüfungen vorzubereiten (mein Schwerpunkt: WT und SK in Hessen) und stehe euch neben dem Training gerne zusätzlich mit Rat und Tat zur Seite. Prinzipiell gilt bei diesen Vorbereitungen: Je eher, desto besser. Bitte meldet euch hierfür rechtzeitig zu den Vorbereitungskursen oder Einzeltrainings an.

 

Wer und was steckt hinter "Charakterköpfe"?

„Charakterköpfe“ ist eine mobile Hundeschule im Raum Main-Kinzig-Kreis (Hessen), geführt durch die Hundetrainerin Eva Grau. Egal ob Team-Bildung, Grundgehorsam oder problematisches Verhalten – Charakterköpfe bildet Hunde und ihre Menschen aus. Hier ist jede Rasse, jedes Alter – jeder Hund – herzlich willkommen. Hunde (und Halter), die sich nicht in Schema F pressen lassen, die Querdenker und Hinterfrager werden gern gesehen.